Mehr Arbeitszeitflexibilität

Bayerische Bauindustrie

Bis die Straße fertig ist
So möchte ich arbeiten!
Damit der Verkehr morgen wieder rollt

Bauen verbindet Menschen

So möchte ich arbeiten

Bauen schafft die Lebensgrundlage für uns alle. Unsere Unternehmen bauen Straßen, Schulen, Kindergärten, Kanalisation. Ohne Infrastruktur könnten wir nicht leben, jedenfalls nicht so wie gewohnt: Sie ist das Fundament unserer Gesellschaft – für die Arbeit („Export ist Transport“) und ebenso für die Freizeit (Urlaub, Reisen, Erholung).

Bauen mit der Natur und in der Natur

Bauen ist in sehr hohem Maße von der Witterung und der Ausnutzung des Tageslichtes abhängig. Beispielhaft sei hier der Straßenbau erwähnt. Dieser ist gerade in Bayern ein absolutes Saisongeschäft. Gebaut wird hier im Wesentlichen in den Monaten April bis November, in den Wintermonaten ruhen viele Baustellen. Bauen kann oft auch nicht einfach zum Feierabend eingestellt werden. Asphaltierung, Betonierung usw. müssen beendet werden.

Darüber hinaus verlangt der öffentliche Auftraggeber noch zusätzliche Beschränkungen: Arbeiten im 24 Stunden-Schichtbetrieb, unter vollständiger Ausnutzung des Tageslichts, auch oder nur nachts, auch an Sonn- und Feiertagen, auch oder nur in den Ferien (wenn der Schulbus nicht fahren muss). Unsere Unternehmen können das – aber sie dürfen es nicht.

Das Arbeitszeitgesetz an die Wirklichkeit anpassen  


Das Arbeitszeitgesetz ist nämlich absolut starr und unflexibel. Es entspricht nicht mehr den Anforderungen unserer modernen Gesellschaft. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass während der Bausaison – April bis November – Arbeiten unter maximal flexiblen Arbeitszeitbedingungen möglich sein muss. Statt die tägliche Maximalarbeitszeit wie derzeit auf zehn Stunden zu begrenzen, brauchen wir eine wochenbezogene Betrachtung. Hierfür muss die entsprechende europäische Arbeitszeit-Richtlinie uneingeschränkt ins deutsche Arbeitszeitgesetz übernommen werden. Wir wollen keine Erhöhung des Arbeitszeitvolumens. Wir wollen aber, dass unsere Unternehmen die Arbeitszeit flexibler verteilen können und sowohl notwendige Spitzenzeiten als auch notwendige Ausgleichszeiten gesetzeskonform auffangen können. In den Wintermonaten – Dezember bis März – kann die Baubranche komfortable Ausgleichszeiten für den intensiven Einsatz in der Bausaison bieten. Die Jahresarbeitszeit wird in jedem Fall eingehalten.

Ansonsten werden wir alle
die Konsequenzen zu spüren bekommen

Baumaßnahmen werden länger dauern und später fertig werden. Baumaßnahmen werden vermehrt bei Tage und damit auch in den Hauptverkehrszeiten stattfinden. Die Qualität der Baumaßnahmen wird leiden. Denn gute Qualität wird von guten Mitarbeitern erbracht. Diese können unsere Firmen aber nur gewinnen, wenn sie gute Arbeitsbedingungen bieten können.

 

Thomas Schmid im Gespräch

Das ganze Interview

Lesen Sie hier mehr zu den Forderungen der Bauindustrie in Bayern

Mehr Flexibilität

Download Mehr Flexibilität und Beispiele aus der Arbeitsrealität