Mehr Arbeitszeitflexibilität

Campingwirtschaft

So möchte ich arbeiten
Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit!
Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Wir fordern mehr Flexibilität für die flexibelste Urlaubsform

Gaby Reichart im Gespräch

Ob mit dem Caravan, Wohnmobil, Zelt, oder in einem komfortablen Mietobjekt - Camping in Bayern hat viele Facetten. Es bedeutet Freiheit, Lebenslust und Abenteuer in der Natur.

Auf bayerischen Campingplätzen werden rund 5,2 Millionen touristische Gäste-Übernachtungen pro Jahr verbracht.

Unsere engagierten Mitarbeiter sind dabei ein elementarer Baustein des „Erlebnisses Camping“. Nur gemeinsam können wir unseren Gästen einen unvergesslichen Urlaub bieten.

Die Wünsche unserer Gäste stehen dabei im Vordergrund: ob Brötchenservice am Morgen, späte Anreise am Abend, kurzfristiger Ersatzteilservice oder die besten Umgebungstipps - um ihnen einen Rundum - Service zu ermöglichen, sind flexible Arbeitszeiten und motivierte Mitarbeiter unerlässlich.

Das derzeit gültige Arbeitszeitgesetz sieht eine tägliche Regelarbeitszeit von acht Stunden vor, die auf maximal zehn Stunden verlängert werden kann, wenn innerhalb eines halben Jahres ein entsprechender Zeitausgleich erfolgt.

Diese starre Regelung kann in vielen Bereichen schnell zum unlösbaren Problem werden, da nicht flexibel auf Gästewünsche, krankheitsbedingten Ausfall von Mitarbeitern oder Saisonspitzen reagiert werden kann.

Wir brauchen mehr Flexibilität in der Arbeitszeit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber und fordern deshalb eine Umstellung des Arbeitszeitgesetzes. Das heutige System zur Arbeitszeitregelung geht an der Realität vorbei.

Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer und Unternehmen. Deshalb liegt sie im gemeinschaftlichen Interesse aller Beteiligten!

Wir brauchen eine Balance zwischen den Erwartungen unserer Gäste, den Flexibilitätswünschen unserer Mitarbeiter und den Erfordernissen in unseren Betrieben. Wir hoffen, dass die Politik dringend die erforderlichen Korrekturen vornimmt.

Ein Beispiel aus der Praxis:

In der Campingbranche ist es üblich, während der Ferienzeiten im Sommer (rund 8 Wochen im Jahr), zu Öffnungszeiten von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends für Gäste da zu sein. Um Vor- und Nachbereitungen des Tages wie zum Beispiel Brötchenservice, Begrüssung spätanreisender Gäste oder Tagesabschlüsse zu bearbeiten, umfasst die Mitarbeitereinsatzplanung in den Ferien und an langen Wochenenden einen Zeitraum von 6 Uhr morgens bis 23:30 abends.

Mitarbeiter der Frühschicht beginnen zum Beispiel um 6 Uhr morgens und arbeiten bis 12 Uhr mittags. Am Nachmittag würden sie gerne Zeit mit ihrer Familie verbringen und am Abend des gleichen Tages von 18 bis 23:30 die Spätschicht übernehmen, bevor sie am nächsten Tag frei haben. Diese familienfreundliche, flexible Arbeitszeit während der Sommerferien ist jedoch laut Arbeitszeitgesetz nicht erlaubt.

 

 

Das ganze Interview

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Mehr Flexibilität

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