Mehr Arbeitszeitflexibilität

Oberflächenveredelung von Aluminium

Präzise und termingerecht
So möchte ich arbeiten!
Damit Ihre Alufenster auf Dauer wetterfest sind

Präzise und termingerecht – die Anforderung der Branche der Oberflächenveredler

Matthias Krämer im Gespräch

Die Oberflächenveredelungsindustrie bildet die zwingend notwendige Schnittstelle zwischen der Aluminiumindustrie und den Kunden, die die oberflächenveredelten Werkstücke in globalen Lieferketten weiter verwenden. Die Oberfläche bietet Schutz gegen Korrosion, ermöglicht erst die Nutzung der Produkte und verschönert diese sowohl haptisch als auch visuell.

Oberflächenveredelung geschieht mit Hilfe moderner Technik und unter internationalen Qualitätsanforderungen der Branche und der Kunden. Die termingerechte Lieferung insbesondere in der Automobilindustrie, sowie bei Architekturanwendung an Gebäuden (z.B. Fassaden, Kunstwerke, Inneneinrichtung), im Maschinenbau, in der Luft- und Raumfahrt ist heute mehr denn je zwingend notwendig, um den Anforderungen der internationalen Kunden gerecht zu werden.

Die Branche braucht mehr Flexibilität in der Arbeitszeit

War es vor einigen Jahren noch möglich, jährliche verlässliche Planungen für die Auslastung der Unternehmen zu erstellen, so zeigt sich heute im Zeitalter von Digitalisierung und Internationalisierung ein frappierender Wandel: schnelle Ankündigung des Auftrags, Festlegung der Wochenbedarfe, kurze Lieferfristen, flotte Bearbeitungszeiten, schnellstmögliche und vertraglich vereinbarte „just in time“ Auslieferungen an die Kunden mit Hilfe von eigenen Fahrzeugen oder Speditionen.

Eine Beschränkung der täglichen Höchstarbeitszeit von 10 Stunden ist entsprechend der EU-rechtlichen Möglichkeit auf eine Wochenbetrachtung von 48 Stunden veränderbar. Dieser Ansatz führt dazu, dass die Unternehmen und Mitarbeiter ihre vertraglich oder tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit flexibel verteilen könnten, um Arbeitsspitzen sinnvoll abzufedern und den Interessen der Mitarbeiter entgegen zu kommen.

Ein Beispiel aus der Praxis:

In der Regel stehen die Wochenbedarfe der Kunden der Alufenster- oder Automobilbranche fest und sind in der Regel mit einer plus/minus-Spanne von 20 Prozent vertraglich vereinbart. Bleibt beispielsweise die Lieferung des Rohmaterials aufgrund von nicht vorhersehbaren Lieferverzögerungen aus, kann eine Bearbeitung nicht termingerecht erfolgen. Das bedeutet, dass der Bau nicht vollendet werden kann, wenn die speziellen Alufenster oder Alufassaden fehlen. Der Kunde benötigt aber dennoch die fertigen Werkstücke für den Einbau in das Haus, damit das Gebäude vor dem Wettereinbruch fertig gestellt werden kann. Auch in der Automobilbranche ist eine fristgerechte Lieferung von enormer Bedeutung, auf Grund der eng getakteten Zeit am Fertigungsband.

Die Kunden erwarten, dass die Verzögerung an der entscheidenden Schnittstelle durch das Unternehmen im Bereich der Oberflächenveredelungsindustrie aufgefangen wird und somit beispielsweise dieser Arbeitsschritt statt in fünf Tagen in drei Tagen erfolgt.

Das derzeit gültige Arbeitszeitgesetz steht den Unternehmen und auch den Mitarbeitern entgegen.

 

 

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