Mehr Arbeitszeitflexibilität

Selbständig-und-Mittelstand

So möchte ich arbeiten
Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit!
Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

In mittelständischen Betrieben kennen die Chefs Ihre Mitarbeiter persönlich und man geht soweit es möglich ist individuell auf die Lebenssituation der Mitarbeiter ebenso ein, wie in gegenseitiger Rücksichtnahme auf die betrieblichen Notwendigkeiten. Flexibilität und Vertrauen ist hier an der Tagesordnung, vor allem auch zum Nutzen der Arbeitnehmer, die so familiäre Aufgaben und berufliche Verpflichtungen in optimaler Weise vereinbaren können.

Gerade Alleinerziehende, Pflegende oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Mitarbeiter sind heute auf flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte angewiesen. Typisch für diesen Personenkreis ist, dass die gesamte Tageszeit zwischen den Anforderungen z.B. des schulpflichtigen Kindes, den eigenen Bedürfnissen und den betrieblichen Notwendigkeiten täglich neu aufzuteilen ist. So beginnt der Dienst im Büro morgens etwas später, weil das Kind vorher in die Schule gebracht wird, nachmittags wird die Arbeit unterbrochen, um das Kind abzuholen, gemeinsam zu Essen, und Hausaufgaben zu machen. Am Spätnachmittag und abends wird die fehlende Arbeitszeit im Homeoffice per Telearbeit nachgeholt. Verbunden mit individueller Freizeitgestaltung, Arztbesuchen oder sportlichen Aktivitäten des Kindes kann die Arbeitszeit an jedem Tag anders verteilt werden müssen. Nur diese Flexibilität erlaubt der alleinerziehenden Mutter überhaupt in Vollzeit am Arbeitsmarkt teilzuhaben und nicht zum jahrelangen Sozialfall mit den nachfolgenden Wiedereingliederungsproblemen zu werden.

Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern diese Arbeitsform erlauben, verstoßen gegen das Arbeitszeitgesetz, weil häufig die vorgeschriebene elfstündige Mindestruhezeit bis zum nächsten Morgen nicht eingehalten werden kann oder durch flexibles Vor- bzw. Nacharbeiten die 10-Stunden-Grenze überschritten wird.

Die Wünsche unserer Gäste stehen dabei im Vordergrund: ob Brötchenservice am Morgen, späte Anreise am Abend, kurzfristiger Ersatzteilservice oder die besten Umgebungstipps - um ihnen einen Rundum - Service zu ermöglichen, sind flexible Arbeitszeiten und motivierte Mitarbeiter unerlässlich.

Unsere Meinung:

  • Die Beschränkungen durch die 11stündige Mindestruhezeit und die 10stündige Maximalarbeitszeit entsprechen nicht mehr den heutigen Arbeitswelten und müssen durch ein Arbeitszeitkontenmodell ersetzt werden.
  • Arbeitszeit und Arbeitsort müssen im gemeinsamen Interesse von Arbeitnehmer und Arbeitgeber – im Rahmen der vereinbarten Gesamtarbeitszeit -  flexibel geregelt werden können
  • Arbeitgeber, die den Lebensmodellen ihrer Mitarbeiter entsprechen und eine hohe Flexibilität in der Arbeitszeitverteilung zulassen, dürfen dafür nicht kriminalisiert werden

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