Mehr Arbeitszeitflexibilität

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So möchte ich arbeiten
Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit! 
Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Unternehmen und Mitarbeiter wünschen eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes

Dr. Sebastian Hopfner im Gespräch

Das heutige Arbeitszeitgesetz genügt nicht mehr den Anforderungen der modernen Arbeitswelt. Es wird weder den Lebensbedürfnissen der Mitarbeitern noch den an den Kundenwünschen orientierten Organisationsbedürfnissen der Unternehmen gerecht, da es aus den Zeiten der Industrialisierung stammt und auf die Bedürfnisse der Schwerindustrie abgestimmt ist. Für eine körperlich anstrengende Arbeit in der Industrie ist eine werktägliche Begrenzung der Arbeitszeit auf maximal zehn Stunden aus Gesundheitsschutzgründen noch nachvollziehbar. Diese werktägliche Betrachtung der Arbeitszeit schlägt jedoch bei vorwiegend geistigen Bürotätigkeiten, wie sie in einer klassischen Dienstleistungsbranche wie der Versicherungswirtschaft anfallen, fehl. Hier geht die pauschale Regelung der täglichen Höchstarbeitszeit klar an der Lebenswirklichkeit vorbei. Wir fordern daher – selbstverständlich unter Beachtung des Gesundheitsschutzes - eine wochenbezogene Betrachtung der Arbeitszeit und eine Wochenarbeitszeit von durchschnittlich maximal 48 Stunden nach dem Vorbild der EU-Arbeitszeitrichtlinie.

Die starren Vorgaben des jetzigen Arbeitszeitgesetzes entsprechen jedoch ebenso wenig den Wünschen und Vorstellungen der Mitarbeiter unserer Branche, die die Chancen der modernen Kommunikation nutzen wollen, um ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Diesen Wünschen der Mitarbeiter nach flexiblem Arbeiten müssen unsere Mitgliedsunternehmen aber entsprechen, um als Arbeitgeber– gerade vor dem Hintergrund der Arbeitgeberattraktivität – handlungsfähig zu bleiben und im Markt bestehen zu können.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Beendet eine Mitarbeiterin aus familiären Gründen (z.B. Kind aus dem Kindergarten abholen) die Arbeit im Büro am Nachmittag früher und arbeitet stattdessen abends noch einmal von 21 Uhr bis
23 Uhr von zu Hause aus, beginnt die elfstündige Ruhezeit erneut zu laufen. Nach § 5 Abs. 1 ArbZG darf die Mitarbeiterin die Arbeit wieder frühestens um zehn Uhr des Folgetages aufnehmen. Diese Rechtslage ist sowohl für die Beschäftigten als auch für die Unternehmen unbefriedigend.

Daher fordert der AGV – Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. :

  • Abkehr von der werktäglichen hin zu einer wochenbezogenen Betrachtung der Arbeitszeit von durchschnittlich 48 Stunden

  • Klarstellung, dass gelegentliche, kurzfristige Tätigkeiten mit geringer Beanspruchung keine Unterbrechung der Ruhezeit bedeuten

 

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